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Wo bleibt das Arbeitsplatz-Argument?

Das Arbeitsplatz-Argument ist ein Totschlag-Argument. Es erstickt jedwede Diskussion im Keime. Denn, wer nimmt schon mehr Arbeitslose in Kauf? Man denke nur an die Sozialkosten. Und dann folgt die Steuererhöhung, der Wegzug der Reichen, noch mehr Arbeitsplätze gehen verloren… ein Teufelskreis.

Wir haben es bei der Abstimmung zur 1:12-Initiative gehört. Zur Masseneinwanderungsinitiative. Aktuell droht es über der Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Und es gibt unzählige weitere Beispiele. Sogar bei der Abstimmung über die Kriegsmaterialexporte wurde das Arbeitsplatz-Argument vorgebracht.

Aber wo bleibt das Arbeitsplatz-Argument in der Debatte über das Hooligan-Konkordat? Ja, das Hooligan-Konkordat wird Arbeitsplätze kosten. Und zwar viele! Und alles beginnt mit dem Bierausschankverbot.

Vom Aussterben bedroht: Das Bier auf der Breite. Foto: Jimmy Sauter

Das zeigt die folgende Bier-Rechnung: Der FCS verliert pro Saison zweimal zuhause gegen Winti. Bei der letzten 1:4-Pleite am 1. September kamen 2’867 Besucher.

Einschub: Klar, das moralische Argument hat schon bei der Kriegsmaterialabstimmung nicht gezogen. Aber ernsthaft: Wie kann man so grausam sein, diesen 2’867 Verzweifelten auch noch das Bier wegzunehmen?

Ok, es zieht definitiv nicht, die Moral ist schon lange tot.

Zurück zu den Facts: Nehmen wir an, dass jeder Besucher pro Spiel durchschnittlich zwei Bier trinkt (aus eigener Erfahrung ist das eher tief angesetzt). Gegenargument: Nicht jeder trinkt Bier. Richtig. Einige verschütten es auch absichtlich – beim Jubeln (Gast-Fans) oder aus Frust (FCS-Fans).

Das heisst: Bei einem Preis von 4.50 das Bier und 2’867 Besuchern wird in den beiden Spielen gegen Winti Bier für 51’606 Franken getrunken. Nun ist FCS-Winti bekanntlich ein Hochrisikospiel. Das heisst: Künftig kein Alkohol mehr. Und damit ein Umsatzverlust von 51’606 Franken pro Jahr, allein durch den Bierkonsum. Darin nicht eingerechnet sind die Besucher, die sowieso nur des Bieres wegen kommen. Also alle.

Sprich: In Zukunft kommt Niemand mehr zu den FCS-Spielen gegen Winti. Das deprimiert die Spieler, die noch höher verlieren werden. Das macht Fontana wütend, so dass er den Bettel hinschmeisst. Das führt dazu, dass kein neuer FCS-Park gebaut wird. Der FCS bekommt keine Lizenz mehr, steigt ab. Sponsoren springen ab. Der Club geht Pleite. Die Falkenbrauerei veliert einen der grössten Kunden. Fussballer, künftige-FCS-Park-Bauarbeiter, Securitas und Bierbrauer werden arbeitslos.

Fazit: Ein JA zum Hooligan-Konkordat wird den Kanton Schaffhausen in eine tiefe Wirtschaftskrise stürzen. Darum: Zum Wohl der Wirtschaft, für den Erhalt der Arbeitsplätze: Stimmt am 30. November NEIN zum Hooligan-Konkordat! (es ziehen garantiert keine Reichen weg).

Quelle: Gesunder Menschenverstand in angetrunkenem Zustand.